Hallo,
Ich möchte eine kleine Nachforschung anstellen. Ich beschäftige mich momentan damit eine Schnittstelle zwischen einer Konstruktionsabteilung und dem Arbeitsvorbereitungsbüro der Produktion zu untersuchen und ggf. zu verbessern.
Die Schnittstelle definiert sich hauptsächlich aus Bauunterlagen des Produkts, mit denen die AV die Arbeitsabläufe für die Montage festlegt und die Monteure ihre Arbeit machen.
Diese BU wurden bisher mit einem 2D CAD System erstellt. In Zukunft wird das Produkt aber virtuell entwickelt, in einer 3D Umgebung. Das verwendete CAD System ist hierbei ein Produkt von Dessault Systems.
Ich frage mich zur Zeit, was ist alles vorteilhaft an Zeichnungsableitungen von parametrischen Parts oder Assemblys im Gegensatz zu herkömmlichen 2 CAD Systemen ?
Schlagwörter sind sicherlich Isometrische Ansichten per Mausklick, Explosionszeichnungen in Rekordzeit oder Stücklisten aber auch Nachteile wie falsche Gewindedarstellungen etc.
Ich möchte gerne noch andere Meinungen zu Vor und Nachteilen von Zeichnungsableitungen kennenlernen.
Wer also Lust und Zeit hat kann einfach mal was schreiben.
Vielleicht hat ja Jemand schon selber eine ähnlich Erfahrung bei der Einführung der vituellen Produktentwicklung gemacht.
Virtuelle Produktentwicklung
Started by Moderator81, Aug 13 2005 05:12
4 replies to this topic
#1
Geschrieben 13 August 2005 - 05:12
Robert Jacob
Moderator
SolidWorks Ausbildungsforum
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SolidWorks Ausbildungsforum
#2 Guest_wruedell_*
Geschrieben 16 August 2005 - 10:48
Hallo,
ich arbeite schon seit Jahren mit 3D CAD Systemen. Nach meiner Erfahrung sind zwar Isometrische Ansichten ganz gut aber sie verlangen doch noch eine gute Vorstellungskraft.
Ich denke dass die Zeichnung als Produktdefinition ausgedient hat. Meine Erfahrungen zeigen, dass es heute sinnvoller ist, die 3D Daten auszutauchen und nur noch für die QS eine Zeichnung mit den wichtigen Funktions- (Kontroll-) maßen zu erstellen.
Aus diesem Grunde sollte in einer Firma auch nur ein 3D CAD System eingesetzt werden, um Datenverluste beim konvertieren der Daten zu vermeiden.
Allerdings sollte man sich früh Gedanken machen, wie man mit Zulieferteilen umgeht. Eine der entscheidenden Schritte bei der 3D Konstruktion ist nun mal die Erfahrung beim Aufbau der Modelle. Um das Knowhow zu behalten, muss man Wege finden die Modelle ohne Entstehungsgeschichte (Featurebaum in SW) zu versenden.
Die Vorteile einer parametrischen Modellierung liegen in meinen Augen darin, dass man Änderungen und Anpassungen sehr schnell durchführen kann. Allerdings kann man ein 2D CAD System nicht mit einem parametrischen 3D CAD System vergleichen. Man sollt allgemein 2D mit 3D Systemen vergleichen und dort die Vorteile wie Kollisionsprüfung, Montageprüfung, usw. untersuchen.
Ich hab leider jetzt keine Zeit mehr und werde später (nach meinem Urlaub) noch mehr schreiben.
Bis dahin hoffe ich dass sich hier viele verewigen und gute Argumente für und gegen 2D bringen.
Bis dann
Wolfgang
ich arbeite schon seit Jahren mit 3D CAD Systemen. Nach meiner Erfahrung sind zwar Isometrische Ansichten ganz gut aber sie verlangen doch noch eine gute Vorstellungskraft.
Ich denke dass die Zeichnung als Produktdefinition ausgedient hat. Meine Erfahrungen zeigen, dass es heute sinnvoller ist, die 3D Daten auszutauchen und nur noch für die QS eine Zeichnung mit den wichtigen Funktions- (Kontroll-) maßen zu erstellen.
Aus diesem Grunde sollte in einer Firma auch nur ein 3D CAD System eingesetzt werden, um Datenverluste beim konvertieren der Daten zu vermeiden.
Allerdings sollte man sich früh Gedanken machen, wie man mit Zulieferteilen umgeht. Eine der entscheidenden Schritte bei der 3D Konstruktion ist nun mal die Erfahrung beim Aufbau der Modelle. Um das Knowhow zu behalten, muss man Wege finden die Modelle ohne Entstehungsgeschichte (Featurebaum in SW) zu versenden.
Die Vorteile einer parametrischen Modellierung liegen in meinen Augen darin, dass man Änderungen und Anpassungen sehr schnell durchführen kann. Allerdings kann man ein 2D CAD System nicht mit einem parametrischen 3D CAD System vergleichen. Man sollt allgemein 2D mit 3D Systemen vergleichen und dort die Vorteile wie Kollisionsprüfung, Montageprüfung, usw. untersuchen.
Ich hab leider jetzt keine Zeit mehr und werde später (nach meinem Urlaub) noch mehr schreiben.
Bis dahin hoffe ich dass sich hier viele verewigen und gute Argumente für und gegen 2D bringen.
Bis dann
Wolfgang
#3
Geschrieben 16 August 2005 - 06:53
Tschuldige, ich hab mich nicht ganz klar ausgedrückt. An 3D geht kein weg vorbei. Obwohl für die Flugzeugindustrie entwickelt haben die Automobilbauer es ja allen vorgemacht mit drastischen Senkungen der Time to Market Zeiten durch den Einsatz von VR Techniken, 3D CAD und VPM Systemen. Die Zulieferer ziehen da natürlich mit. Der Markt spricht eine deutliche Sprache auch was die durchsetzungsfähigen Technologien angeht.
Allerdings habe ich noch keinen Werker in der Montage getroffen dem man ein 3D Part in die Hand geben kann um dann zu sagen bitte montier mal. Es hat schon gründe warum sich viele Leute darüber ärgern das immer wieder die Zeichnungsableitung das schwächste Glied in den Programmen ist. Du kommst um Zeichungen nicht herum. Vielleicht ist Augmented Reality eine Möglichkeit eine Papierlose Werkstatt zu schaffen aber das dauert noch ein paar Jahre.
Hast du schon mal in einer Firma gearbeitet wo man alle Prozesse des Engineering und die Schnittstellen zur Arbeitsvorbereitung von 2D auf 3D umgestellt hat ?. So mit DMU, VPM, Konstruktionsmethoden, Releaseprozesse, etc. ?
Ich soll untersuchen ob es da Verbesserungspotential gibt und man die Durchlaufzeiten im Engineering verringern kann durch einheitliche Datenformate, schneller Zeichnungserstellung, einfacherer Änderungs- und Freigabeprozesse, etc.
Gruß Robert:D
PS.: Wo machst du den Urlaub ?
Allerdings habe ich noch keinen Werker in der Montage getroffen dem man ein 3D Part in die Hand geben kann um dann zu sagen bitte montier mal. Es hat schon gründe warum sich viele Leute darüber ärgern das immer wieder die Zeichnungsableitung das schwächste Glied in den Programmen ist. Du kommst um Zeichungen nicht herum. Vielleicht ist Augmented Reality eine Möglichkeit eine Papierlose Werkstatt zu schaffen aber das dauert noch ein paar Jahre.
Hast du schon mal in einer Firma gearbeitet wo man alle Prozesse des Engineering und die Schnittstellen zur Arbeitsvorbereitung von 2D auf 3D umgestellt hat ?. So mit DMU, VPM, Konstruktionsmethoden, Releaseprozesse, etc. ?
Ich soll untersuchen ob es da Verbesserungspotential gibt und man die Durchlaufzeiten im Engineering verringern kann durch einheitliche Datenformate, schneller Zeichnungserstellung, einfacherer Änderungs- und Freigabeprozesse, etc.
Gruß Robert:D
PS.: Wo machst du den Urlaub ?
Robert Jacob
Moderator
SolidWorks Ausbildungsforum
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#4 Guest_wruedell_*
Geschrieben 17 August 2005 - 09:21
Hallo,
ich arbeite in einer Firma, wo man nur noch für einfache Dreh- und Frässteile sowie für Baugruppen Zeichnungen erstellt. Für alle anderen Teile wie Gussteile, Tiefziehteile usw. erstellen wir nur noch Zeichnungen mit den Maßen die man für eine Tolleranzrechnung braucht und die in der QS alle geprüft werde müssen. Für alle anderen Maße ist der Zulieferer verantwortlich.
In unserer Arbeitsvorbereitung haben wir es so gemacht, dass wir zu beginn eines Projektes die 3D Modelle austauchen und die Arbeitsvorbereitung mit den 3D Daten prüft, ob es Kollisionen mit den Maschinenteilen gibt. Zusätzlich werden alle NC-Programme mit den 3D Daten geprüft und zum Teil auch erstellt.
Ich sage ja nicht das Zeichnungen überflüssig sind, aber in der Zukunft werden die Informationen auf den Zeichnungen weniger.
Das Thema an dem du arbeitest hört sich sehr interessant an und ich hoffe du findest einen Weg, denn die Firma mitgeht.
Bis dann
Wolfgang
P.S. fahre für zwei Wochen an die Ostsee und werde versuchen nicht weggeweht zu werden oder nicht zu erfrieren 8) 8) 8) 8) 8)
ich arbeite in einer Firma, wo man nur noch für einfache Dreh- und Frässteile sowie für Baugruppen Zeichnungen erstellt. Für alle anderen Teile wie Gussteile, Tiefziehteile usw. erstellen wir nur noch Zeichnungen mit den Maßen die man für eine Tolleranzrechnung braucht und die in der QS alle geprüft werde müssen. Für alle anderen Maße ist der Zulieferer verantwortlich.
In unserer Arbeitsvorbereitung haben wir es so gemacht, dass wir zu beginn eines Projektes die 3D Modelle austauchen und die Arbeitsvorbereitung mit den 3D Daten prüft, ob es Kollisionen mit den Maschinenteilen gibt. Zusätzlich werden alle NC-Programme mit den 3D Daten geprüft und zum Teil auch erstellt.
Ich sage ja nicht das Zeichnungen überflüssig sind, aber in der Zukunft werden die Informationen auf den Zeichnungen weniger.
Das Thema an dem du arbeitest hört sich sehr interessant an und ich hoffe du findest einen Weg, denn die Firma mitgeht.
Bis dann
Wolfgang
P.S. fahre für zwei Wochen an die Ostsee und werde versuchen nicht weggeweht zu werden oder nicht zu erfrieren 8) 8) 8) 8) 8)
#5
Geschrieben 17 August 2005 - 01:46
Genau so was hat mich interessiert. Ich glaube jetzt liegen wir auf einer Wellenlänge.
Ich bin gerade an der Nordsee oder in der Nähe davon. Also viel Spaß an der Ostsee und gutes Wetter.
Ich bin gerade an der Nordsee oder in der Nähe davon. Also viel Spaß an der Ostsee und gutes Wetter.
Robert Jacob
Moderator
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